Wie KI Rohrschäden entdeckt

Das Gerät zum Aufspüren verborgener Leckes im Leitungsnetz besteht aus einem Smartphone mit Zusatzteil und Mikrofon, worüber die Fließgeräusche des Wassers aufgezeichnet werden. Das Ziel: Wasserverluste senken, indem vor allem größere  Rohrschäden durch frühzeitige Reparaturen vermieden werden können. Aber die Technik spürt auch kleine Schäden, zum Beispiel in Hausanschlüssen, auf. 

"Es funktioniert überall bei unter Druck stehenden Trinkwassernetzen", erläutert Falk Heinig, Wassermeister und Technologe bei Veolia: "Dabei werden die an einer Kontaktstelle zum Rohrnetz - das kann die Trinkwasserleitung, ein Hydrant, ein Schiebergestänge oder auch ein Wasserzähler sein - anliegenden Geräusche aufgezeichnet und anschließend mit einem KI-Algorithmus, der störende Nebengeräusche ausblendet, analysiert."

Die Handhabung ist simpel: Man setzt den Leak-Tracker an und innerhalb von wenigen Sekunden analysiert die KI die aufgenommenen Geräusche. Das System speichert die Ergebnisse samt GPS-Standort und Zeitstempel automatisch, sodass die Mitarbeiter von Veolia sich die Aufnahmen im Nachgang am Computer anhören und analysieren können. 

Für Falk Heinig könnte der Leak-Tracker eine sinnvolle Unterstützung bei der Ortung und damit Eingrenzung von Lecks sein. Die Testphase läuft bis Ende August.

Veolia-Mitarbeiter in Warnweste und Schutzhelm kniet auf einer Straße und setzt ein Messgerät zur Leckortung an einem Bodenpunkt an.

Smarte Leckortung im Praxistest: Axel Sporbert erprobt den Leak-Tracker von Alcom im Trinkwassernetz. Das KI-gestützte Gerät soll helfen, Wasserverluste zu reduzieren und kostspielige Rohrschäden frühzeitig zu erkennen.

Nahaufnahme: Hand eines Veolia-Mitarbeiters hält den Alcom Leak-Tracker über einen geöffneten Messpunkt im Straßenboden.

Der Alcom Leak-Tracker im Einsatz: Das Smartphone-basierte Gerät zeichnet über ein Mikrofon die Fließgeräusche im Trinkwassernetz auf und analysiert sie per KI – in nur 20 Sekunden.