"Als Abwasserdienstleister für Verbände, kommunale Eigenbetriebe oder Städte raten wir eher zu den guten alten Hausmitteln. Mit Zwiebelschalen, Brennnessel oder Rotkohl lassen sich Eier auch wunderbar färben – ohne den Wasserkreislauf unnötig zu belasten", sagt Tina Stroisch, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Veolia Wasser Deutschland.
Warum man auf Chemie verzichten sollte
Im Fokus vor allem die Reinigung des Abwassers: "Wenn Millionen Haushalte kurz vor Ostern Eier färben und dafür synthetische Zusätze verwenden, kann das in der Summe die biologische Reinigungsstufe der Kläranlagen beeinflussen", betont Tina Stroisch. Denn die Mikroorganismen, die für die Reinigung des Abwassers zuständig sind, reagieren empfindlich auf chemische Zusätze.
Aber es gibt unkompliziert anzuwendende, umweltfreundliche Alternativen: Kurkuma und Kamille sorgen für eine gelbliche Färbung, mit Spinat oder Brennessel wird die Schale grün und Zwiebel- oder Walnussschalen bringen einen schönen bräunlichen Farbton. Rote Beete machen die Eier rosa-rot, mit Heidelbeeren oder Rotkohlblättern gibt es eine Farbmischung, die in die lila-bläuliche Richtung geht.
So gelingt der umweltfreundliche Ostereier-Spaß
Einfach die Zutaten in kochendes Wasser geben und so lange köcheln lassen, bis der Sud die gewünschte Farbe angenommen hat. Ein Esslöffel Haushaltsessig sorgt für eine intensivere Färbung. Rohe Eier darin circa acht bis zehn Minuten kochen. Alternativ bereits hartgekochte Eier mehrere Stunden oder über Nacht in den abgekühlten Sud einlegen – so wird die Farbe besonders intensiv. Fertig ist der bunte und umweltfreundliche Ostereier-Spaß. Viel Freude beim Ausprobieren.
