Unsere Konzepte für mehr Energieeffizienz

Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung verursachen circa 40 Prozent des Energieverbrauches von Städten und Gemeinden. Damit spielen sie bei oftmals leeren Kassen eine gewichtige Rolle im kommunalen Haushalt. Mit der Energiewende und steigenden Strompreisen sind die Kommunen bei der Energieoptimierung vor eine enorme Herausforderung gestellt. Die Veolia Wasser Deutschland GmbH bietet Konzepte an, um die Energieeffizienz von Wasserwerken oder Kläranlagen zu verbessern.

Der Water2Energy-Ansatz

Ein Ansatz ist die energieautarke Kläranlage. Dafür entwickelte Veolia mit Water2Energy eine systematische Herangehensweise, um verschiedene Effekte zu erzielen. So geht es vordergründig darum, den Energieverbrauch und damit die Energiekosten zu senken. Ein angenehmer Nebeneffekt: Mit Water2Energy unterstützen wir Kommunen und Verbände dabei, selbst Strom und Wärme zu erzeugen und damit den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen.

Senkung des Energieverbrauchs:

  • Optimierung bzw. Auswechselung von Anlagenkomponenten
  • Umrüstung der Kläranlage
  • Änderung und Anpassung der Verfahrenstechnik und Schlammbehandlung 

Investition in erneuerbare Energien:

  • Einsatz von Wärmepumpen zur Heizung bzw. Kühlung von Gebäuden
  • solare Klärschlammtrocknung
  • Energiegewinnung durch Wasserkraft, Photovoltaik, Biomasse, Windkraft 

Biogasproduktion erhöhen:

  • Optimierung Faulungsprozesse
  • Co-Vergärung von Abfällen und Reststoffen
  • Ermittlung des Potentials verfügbarer Co-Substrate 

Wärmepumpen als alternative Energiequelle

Als alternative Energiequelle zur konventionellen Beheizung von Sozialgebäuden werden zum Beispiel im Wasserwerk Grimma (Sachsen) zwei Trinkwasserwärmepumpen eingesetzt. Eine technische Lösung, für die wir sogar ein Patent besitzen. Dabei wird die thermische Energie des zwischengespeicherten Trinkwassers, das mit einer konstanten Temperatur von 8 bis 10°C gefördert wird, über eine Wärmepumpe zu Heizzwecken genutzt. Über die Trinkwasserpumpen decken wir den Großteil des Wärmebedarfes im Wasserwerk.

Ein ähnliches Beispiel gibt es in Döbeln (Sachsen). Das Abwasser erreicht die Kläranlage Döbeln-Masten mit einem hohen Energiegehalt, den wir nutzen, um die Räume im Betriebsgebäude zu beheizen und das Wasser in den Duschen zu erhitzen. Das gelingt durch den Einsatz einer Wärmepumpe, die die Energie umwandelt. Eine funktionierende Methode, um vorhandene Ressourcen sinnvoll einzusetzen.