Wasserverband investiert in Versorgungssicherheit

Der Wasserverband Döbeln-Oschatz hat seine Trinkwasserkonzeption überarbeitet, um die Versorgung der Einwohner im Verbandsgebiet mit dem kühlen Nass künftig noch besser sicherzustellen. Insbesondere mit Blick auf den Klimawandel, Extremereignisse wie eventuelle Stromausfälle und heiße Sommer, Versorgungsausfälle durch Rohrbrüche und die Sicherung der Wasserqualität. “Wasser ist für das Leben essenziell”, sagt Stephan Baillieu, Geschäftsführer des Wasserverbands Döbeln-Oschatz.”Wir wollen deshalb in den nächsten drei bis vier Jahren weiter in das Trinkwassernetz investieren und insbesondere die Kommunen in den Altkreisen Oschatz und Döbeln noch stärker vernetzen”, erklärt Baillieu.

Geplant ist unter anderem, eine neue fünf Kilometer lange Verbindungsleitung zwischen Oschatz/Malkwitz und Ostrau zu bauen. Weiterhin soll im Norden des Wasserverbandsgebietes das Versorgungsnetz weiter ausgebaut werden, um im Havariefall eine Versorgung durch andere Wasserfassungen sicherstellen zu können. Fünf Kilometer Trinkwasserleitungen sollen hier komplett neu gebaut und circa 15 Kilometer erneuert werden.

Positiver Nebeneffekt: Durch die bessere Vernetzung kann das Grundwasser aus den nitrat- und kalkärmeren Wasserressourcen im Raum Oschatz und Malkwitz mit dem in der Jahnaaue geförderten Grundwasser gemischt werden. Dadurch kann der Nitratwert und die Wasserhärte im südlichen Versorgungsgebiet reduziert werden. In Waldheim wird es durch die Mischung der Grundwasserressourcen so zu einer Härtereduzierung von etwa 10 bis 12 Grad kommen. “Die Wasserhärte wird dann voraussichtlich 18 Grad betragen, was die Bürger von Waldheim deutlich spüren werden”, sagt Dr. Markus Biegel, Leiter Technische Dienste bei Veolia und ein Experte auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft.

“Durch diese Lösung werden die Bürger von Waldheim und die Stadt Waldheim spürbar entlastet und es müssen keine zusätzlichen Kosten aufgewendet werden”, erklärt Stephan Baillieu. Die Installation einer Enthärtungsanlage hätte den Verband mehr als 4 Millionen Euro gekostet. Ebenso bei einem Wechsel der Stadt Waldheim von der derzeitigen Versorgung aus Grundwasser auf Oberflächenwasser aus Talsperren kämen Kosten in Höhe von mehreren Millionen Euro auf die Stadt Waldheim zu. “Die im Verband gefundene Lösung ist positiv für alle und bedeutet für niemanden eine Mehrbelastung. Im Gegenteil: Wir erhöhen so die Versorgungssicherheit im gesamten Verbandsgebiet, verbessern die Wasserqualität und senken die Wasserhärte”, sagt Stephan Baillieu.