Stinkende Brühe im Kemmlitzbach

Die Kemmlitzer Kläranlage des Abwasserzweckverbandes (AZV) Oberes Döllnitztal mit Sitz in Mügeln funktioniert einwandfrei. Die von Anwohnern wahrgenommene und dem Betriebsführer Veolia am Freitagabend gemeldete stinkende Brühe im Kemmlitzbach stammt nicht aus der Kläranlage. Sie wurde vermutlich von einem Landwirt unerlaubter Weise in das Gewässer eingeleitet. Das Umweltamt beim Landkreis Nordsachsen ist informiert.

Veolia hat als Betreiber der Kläranlage über den diensthabenden Kollegen von dem Vorfall in Kemmlitz, einem Ortsteil der Stadt Mügeln, erfahren. “Wir haben der Anruferin daraufhin erklärt, dass wir unverzüglich prüfen werden, ob diese Verunreinigung durch uns und damit durch die Kläranlage verursacht wurde”, schildert Sigmar Rüdrich, der am Wochenende Bereitschaft hatte.

Er schickte den Kollegen Falk Andrich nach Kemmlitz, um der Sache nachzugehen - und eine Probe vom Ablauf der Kläranlage zu nehmen. “Mit dieser Probe konnten wir unmissverständlich nachweisen, dass wir beziehungsweise der AZV Oberes Döllnitztal nicht der Verursacher dieser Verschmutzung sind”, betont Sigmar Rüdrich.

Als der Veolia-Kollege gemeinsam mit Thilo Wache, Mitarbeiter des AZV, am Ort des Geschehens eintraf, war auch die Polizei bereits zugegen.

Die Untersuchungen gehen am heutigen Montag weiter. “Die Kläranlage”, versichert die zuständige Veolia-Gruppenleiterin Karsta Leuschner, “wird weiter intensiv beprobt.” Auch eine Wasserprobe aus dem Kemmlitzbach wird eingehend analysiert.

Bereits am Samstagmorgen schickte Veolia auf Bitte des AZV einen Schlammsaugwagen nach Kemmlitz, um den Schaum von der Wasseroberfläche des Gewässers zu entfernen und den Bach damit zumindest optisch wiederherzustellen.