Sommer adé

Der Traumsommer 2018 mit Rekordbesucherzahlen im Muldentalbad Kleinbothen und im Freibad Geithain bleibt unangefochten an der Spitze. Und doch blicken die Beschäftigten der Veolia-Bädergesellschaft alles andere als betrübt auf die vergangenen Monate. Eher sind sie betrübt, dass die Freibadsaison jetzt vorbei ist.

 

Am Sonntag, dem 1. September, haben die Freibäder in Kleinbothen und Geithain den Sommer 2019 für beendet erklärt - und am Abend ihre Pforten geschlossen. Die Zahlen sind in beiden Bädern durchaus erfreulich: Ins Muldentalbad Kleinbothen kamen rund 23700 Badegäste (2018: knapp 29600), ins Freibad Geithain knapp 20300 (2018: rund 25000).

 

“Wir sind unfallfrei durch die Saison gekommen, alle sind zufrieden, also sind wir es auch”, freut sich Uwe Krause über die Geithainer Zahlen und bedankt sich ausdrücklich bei den Besuchern, von denen viele Stammgäste sind. Seit bald 20 Jahren steht der Veolia-Mitarbeiter am Beckenrand und hält mit seinem Kollegen Egbert Montag tagein tagaus die Stellung. “Freizeit gibt’s bei uns im Sommer kaum. Das ist schon Stress, aber positiver Stress. Es macht sehr viel Spaß”, sagt Uwe Krause. 

 

Genauso sieht das Veronika Langefeld im Muldentalbad Kleinbothen: “Ohne mein Team wäre das alles nicht möglich. Wir freuen uns, dass unsere Gäste immer wieder die Ordnung und Sauberkeit im Bad loben. Das zeichnet die Anlage aus - auch deshalb kommen die Besucher gern zu uns.” Am häufigsten war das in dieser Saison am 30. Juni der Fall: 1186 Menschen kamen an jenem heißen Sonntag ins Bad. 155 Schwimmstufen hat das Team um Veolia-Mitarbeiterin Veronika Langefeld abgenommen - vom Seepferdchen über Bronze, Silber, Gold. Und 24 Schwimmstunden für Anfänger erteilt. 

 

Zur Statistik ergänzt Uwe Krause für Geithain, dass hier 30 Kinder schwimmen gelernt haben. 108 legten ihre Schwimmstufe ab. Der besucherstärkste Tag war der 26. Juni mit 833 Gästen. Insgesamt, ergänzt er, ist der Sommer 2019 der drittbeste seit dem Jahr 2000 als sich baulich auf dem Freibadgelände eine Menge getan hatte. Und der zweitbeste für Veolia als Betreiber. Seit März 2008 ist das Unternehmen Dienstleister der Stadt Geithain. Ein Jahr später kam das Muldentalbad in Kleinbothen (Stadt Grimma) hinzu.   

 

Beide Bäder werden jetzt auf den Winter vorbereitet. Das heißt, es gibt jede Menge zu tun. Und dazu zählen nicht nur Routinearbeiten. “Unser Sprungbrett ist kaputt gegangen. Zum Glück erst kurz vor Ende der Saison. Jetzt müssen wir uns um Ersatz bemühen”, erklärt Veronika Langefeld. Das gilt genauso für den Beckenbodenreiniger, der nach 23 Jahren im Dienst zuletzt defekt gewesen ist. Die Kollegen aus Geithain konnten übergangsweise aushelfen. Doch für den Sommer 2020 müsse dringend Ersatz her, weiß Veronika Langefeld.