Finale Hürde genommen

Mit der Bahnquerung in der Tautenhainer Bahnhofsstraße ist kurz vor Weihnachten der letzte Bauabschnitt eines Gemeinschaftsprojektes vollendet worden. Nun ist die komplette Trinkwasserleitung in der Straße auf rund 800 Meter erneuert. Damit ist zugleich die Versorgungssicherheit für die Kunden des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain spürbar verbessert worden.

Bei der Bahnhofstraße handelt es sich um eine Kreisstraße. Der Landkreis hatte vor, die Straße zu sanieren. Dem schloss sich die Kommunale Wasserwerke Grimma-Geithain  GmbH (KWW) an und investierte ebenfalls in ihr Versorgungsnetz. Es ging Stück für Stück voran. Im Bereich der Bahnquerung ist jetzt das letzte Teilstück der Trinkwasserleitung ersetzt worden. “Die Leitung”, erläutert Jörg Leupold, Projektleiter bei der Veolia Wasser Deutschland GmbH in Grimma, “verläuft circa drei Meter unter den Gleisen.” Und sie wurde im Bohrpressverfahren verlegt - exakt so, wie von der Deutschen Bahn vorgeschrieben.

In circa fünf Metern Entfernung vom Gleisbett wurden eine Startgrube und Zielgrube errichtet. Anschließend konnte das neue Kunststoffrohr mit einem Durchmesser von 100 Millimetern im Bohrpressverfahren Zentimeter für Zentimeter vorsichtig durch das Erdreich gepresst werden. “Hierfür gibt es Spezialfirmen”, weiß Jörg Leupold, der die Maßnahme für die KWW begleitet hatte. Auftragnehmer für die Baumaßnahme war die Reif Baugesellschaft mbH und Co.KG. Um die Durchörterung des Gleisbereiches kümmerten sich die Experten der Bohrteam Friedel GmbH.

Das gesamte Prozedere wurde aufmerksam von Bauüberwachern der Deutschen Bahn begleitet. Das sei nicht neu, sagt Jörg Leupold, der bereits etliche vergleichbare Vorhaben betreut hat. Es gehe hier schließlich auch um die Sicherheit des Bahnverkehrs.

Insgesamt investierte die KWW rund 200.000 Euro in das neue Versorgungsnetz in der Tautenhainer Bahnhofstraße. Für die Ortslage der Stadt Frohburg sei die Einspeisung immens wichtig, zumal hier in der Vergangenheit einige Rohrbrüche aufgetreten waren, die nicht zuletzt auf das Alter der Leitung zurückzuführen gewesen seien, wie Jörg Leupold aus der Investitonsabteilung in der Veolia-Niederlassung Grimma vermutet. Dieses Problem gibt es nun in dem Bereich nicht mehr.