Einmal von Döbeln bis München

Was für den Kunden hierzulande selbstverständlich ist, gehört in vielen Teilen der Welt noch immer nicht zur Normalität: eine sichere Versorgung mit Trinkwasser in einwandfreier Qualität und eine Abwasserentsorgung im Sinne der Umwelt und damit des Menschen.


Der Internationale Tag des Wassers bietet alljährlich am 22. März die Gelegenheit, sich der Wasserver- und Abwasserentsorgung zu widmen. Immer wieder gibt es ein neues Motto. In diesem Jahr lautet es: “Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle”.


“Es ist gut und richtig, dass die Kunden unsere tägliche Arbeit als selbstverständlich erachten. Doch man muss auch immer wieder betonen: Um die Anlagen und Netze ordentlich in Schuss zu halten, braucht es erstens Experten und zweitens die nötigen Mittel”, sagt Stephan Baillieu, der Geschäftsführer des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz und des Abwasserzweckverbandes (AZV) Döbeln-Jahnatal. “Die Infrastruktur muss gehegt und gepflegt werden; das macht sich nicht von alleine”, weiß Baillieu und erinnert, dass auch am eigenen Häuschen hier und da Instandsetzungsarbeiten anstehen und das Auto regelmäßig zum TÜV muss. “Warum soll das in der Wasserwirtschaft anders sein?” Auch die Netze und Anlagen müssten regelmäßig gewartet werden.


“Instandsetzungsarbeiten fallen nicht nur hin und wieder an. Das sind permanente Anforderungen. Und Fakt ist: Je umsichtiger wir alle mit der Infrastruktur umgehen, je besser wir uns kümmern, umso länger haben wir alle etwas davon”, sagt Baillieu.


In den vergangenen 15 Jahren sind allein in das Trinkwassernetz der Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft GmbH, der Kooperationsgesellschaft zwischen dem Wasserverband und Veolia, fast 43 Millionen Euro investiert worden. Annähernd 300 Kilometer des gesamten Netzes wurden rekonstruiert. Rund 37,5 Millionen Euro flossen in das Abwassernetz des AZV. 100 Kanalkilometer wurden rekonstruiert oder neu gebaut.


“Das Trinkwasserversorgungsnetz in unserem Versorgungsgebiet ist in einem guten Zustand”, so Stephan Baillieu. Ebenso im Abwasserbereich sei nach der Wende besonders viel getan worden. Vorher hatte es bekannterweise an Geld und Materialien gemangelt, um in moderne wasserwirtschaftlichen Anlagen zu investieren. Auch in Zukunft, betont er, müsse man diesem Schatz die nötige Aufmerksamkeit zukommen lassen. Im Sinne einer hohen Ver- und Entsorgungssicherheit, die hierzulande selbstverständlich bleiben solle und für künftige Generationen dauerhaft gewährleistet werden müsse.