Ein Roboter auf der Kläranlage

Seine ersten 100 Tage hat der AP 3900 auf der Kläranlage Döbeln-Masten längst erfolgreich absolviert - und damit den Testlauf bravourös überstanden.Der Roboter erleichtert und unterstützt die Analyse der Abwasserproben von den Kläranlagen im Bereich Döbeln und Grimma deutlich. Pro Tag nimmt er bis zu 100 verschiedene Bestimmungen vor. Rund 120.000 Euro investierten die Veolia Wasser Deutschland GmbH und der Abwasserzweckverband (AZV) Döbeln-Jahnatal in den Umbau und die moderne Laborausstattung. Etwa drei Viertel der Kosten trug Veolia als Betriebsführer des AZV.Seit September 2018 ist das Labor auf der Kläranlage in Döbeln umfangreich umgebaut worden, um einen geeigneten Platz für den Roboter zu finden. Letztlich wurde aus mehreren kleinen Laborräumen ein großer. “Das Labor”, weiß der verantwortlich Gruppenleiter bei Veolia, Sebastian Simon, “ist kurz nach der Wende eingerichtet worden. Entsprechend verschlissen waren die Räume und auch die Ausrüstungsgegenstände.” Die Labortechnik habe nicht mehr dem Stand der Technik entsprochen. „Die Anschaffung des Analyseroboters war am Ende der ausschlaggebende Punkt, alles umzugestalten und heutigen Erfordernissen anzupassen“, berichtet Sebastian Simon. Dabei wurden nicht zuletzt Gesichtspunkte der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes für die Mitarbeiter berücksichtigt. So wurden zum Beispiel eine moderne Klimaanlage und eine leistungsfähige Abluftanlage für den Raum und die Chemikalienschränke installiert.Zwischenzeitlich ist das alte Labor auf der Kläranlage in Grimma geschlossen worden. Denn alle Abwasserproben werden täglich jetzt in Döbeln - nahezu vollautomatisch - vom Roboter analysiert. Der AP 3900 liefert unter anderem alle notwendigen Angaben über Phosphat, Ammonium, Nitrat, Nitrit und den Chemischen Sauerstoffbedarf. Das sei „eine echte Arbeitserleichterung“, freut sich Sebastian Simon.