Drei Kilometer bis zur Elbe

Trotz der großen Hitze in der jüngsten Vergangenheit sind die Bakterien in den Belebungsbecken auf der Kläranlage Schönebeck putzmunter. “Sie lieben es, wenn es schön warm ist”, weiß Mike Dragon, Gruppenleiter bei der Veolia Wasser Deutschland GmbH. Veolia arbeitet als Abwasserdienstleister für die Stadt Schönebeck (Elbe) - und ist in dieser Funktion mit verantwortlich, dass nur gereinigtes Abwasser in den Wasserkreislauf zurückgeführt wird. 

 

Veolias Engagement in Schönebeck (Elbe) hat damit großen Einfluss auf die Gewässerqualität. Wenn der Verein Union 1861 Schönebeck am 7. Juli 2019 wieder einen Elbebadetag veranstaltet, so sei das - rein aus Gründen der Gewässerqualität - zu DDR-Zeiten undenkbar gewesen, erinnert Mike Dragon. “Die Kläranlagen arbeiten mittlerweile auf einem sehr hohen Niveau. Das Abwasser, dass am Ablauf der Kläranlage erst in die Welsleber Röthe, dann in den Stremsgraben und nach etwa drei Kilometern Weg in der Elbe landet, ist zwar kein Trinkwasser, aber dennoch extrem gut gereinigt.”

 

Dafür sind nicht zuletzt die Bakterien in den Belebungsbecken, in denen das Abwasser zurzeit etwa 22 Grad warm ist, zuständig. Sie bauen die organischen Bestandteile im Abwasser ab und reinigen es auf diese Weise. Zwischen 8000 und 9000 Kubikmeter nahezu sauberes Abwasser verlassen täglich die Kläranlage in der Magdeburger Straße 259, die Mike Dragon und seine Mitarbeiter im Auftrag der Stadt betreiben. Drei bis vier Tage vergehen, bevor das ankommende Abwasser aus Haushalten und Betrieben alle Reinigungsstufen auf der Kläranlage durchlaufen hat: von der mechanischen bis zur biologischen Reinigung. 

 

Abwassermeister Mike Dragon hat also schon von Berufs wegen ein gutes Gefühl, wenn die Schönebecker am Sonntag ab 13.30 Uhr wieder einmal in der Elbe baden. Treffpunkt ist am Elbkilometer 309,6 links - oder auch an der Anlegestelle am Bootshaus “Delphin” des Vereins Union 1861 Schönebeck, den Veolia insbesondere bei der Kinder- und Jugendarbeit unter die Arme greift. 

Veolia/André Kehrer