AZV Unteres Leinetal setzt Zusammenarbeit mit Veolia fort 

Der Abwasserzweckverband Unteres Leintal (AZV) setzt auch in den kommenden zehn Jahren beim Betrieb seiner Abwasseranlagen auf die professionelle Unterstützung seines bisherigen Betriebsführers, der Veolia Wasser Deutschland GmbH. Das Unternehmen war 2019 aus der OEWA Wasser und Abwasser GmbH hervorgegangen. Am 2. Dezember entschied die Verbandsversammlung in Löbnitz über die Vergabe der kaufmännisch-technischen Betriebsführung. 

Der AZV, der für die Sammlung und Reinigung der Abwässer von rund 5000 Einwohnern aus Löbnitz, Schönwölkau und der Delitzscher Ortsteile Poßdorf und Spröda verantwortlich ist, hatte die Leistungen im Juni europaweit neu ausgeschrieben, weil der Betriebsführungsvertrag mit Veolia zum 31. Dezember 2020 ausgelaufen wäre. Ein Eigenbetrieb der Abwasseranlagen ist für den Verband aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage gekommen. Veolia hatte im Ausschreibungsverfahren das beste Angebot abgegeben und deshalb den Zuschlag erhalten. 

“Wir freuen uns, die verlässliche Partnerschaft mit Veolia fortzusetzen”, sagt Verbandsvorsitzender Volker Tiefensee. “Das Unternehmen hat uns bereits in den vergangenen Jahren maßgeblich dabei unterstützt, die finanzielle Situation unseres Verbandes zu verbessern, den Investitionsstau aufzuarbeiten, die Abwasserentsorgung entsprechend der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen und so zum Schutz der Gewässer beizutragen - zunächst als OEWA und seit 2019 ihr Rechtsnachfolger Veolia.”

Das Unternehmen mit Sitz in Leipzig verfügt über langjährige Erfahrungen beim Betrieb von Wasser- und Abwasseranlagen sowie Ver- und Entsorgungsnetzen und kümmert sich bereits seit Februar 2011 im Auftrag des AZV Unteres Leinetal unter anderem um den Betrieb von acht Kläranlagen, 26 Pumpstationen, das 60 Kilometer lange Kanalnetz, um die Klärschlammverwertung sowie die Fäkalschlammentsorgung aus abflusslosen Sammelgruben und Kleinkläranlagen im Verbandsgebiet. Alle kaufmännischen Belange des AZV werden ebenfalls durch den Betriebsführer bearbeitet, wie zum Beispiel der Gebühreneinzug, die Beitragserhebung, die Widerspruchsbearbeitung, das Erstellen von Wirtschaftsplänen, Monats- und Jahresabschlüssen und der Kundendienst. Das bleibt auch in der Zukunft so.

“Mit Veolia an unserer Seite sind wir in sicherem Fahrwasser, auch bei der Klärschlammentsorgung, an die der Gesetzgeber in den nächsten Jahren immer höhere Anforderungen stellen wird”, sagt Volker Tiefensee. So sei das Unternehmen aufgrund seiner Erfahrungen und seiner Vernetzung in der Lage, dem AZV maßgeschneiderte Lösungen für eine fachgerechte und nachhaltige Verwertung der Klärschlämme zu bieten und diese jederzeit sicherzustellen. Auch stehe der Verband vor der Herausforderung, den umfangreichen Anlagenbestand in der Zukunft zu erhalten und zu erneuern. “Mit Unterstützung unseres Betriebsführers wird uns das gelingen”, ist sich Volker Tiefensee gewiss. 

Geplant sei zum Beispiel, 2021 im Ortsteil Wannewitz die Regenwasserleitung zu erneuern und ebenfalls in die Messtechnik der Kläranlagen zu investieren. “Weiterhin soll in Abstimmung mit dem AZV in den nächsten Jahren schrittweise ein einheitliches Prozessleitsystem aufgebaut werden. Damit können die Prozesse aller Kläranlagen, Pumpwerke und Vakuum-Stationen besser gesteuert sowie überwacht und so der Anlagenbetrieb optimiert werden”, berichtet Kerstin Härtel, die zuständige Veolia-Niederlassungsleiterin. “Wir freuen uns über den Vertrauensbeweis des Verbands und darauf, unsere Arbeit im Leinetal erfolgreich fortführen zu können.”